Impuls Februar/März 2018

Liebe Freunde,

der Monatsspruch für März nimmt uns mit hinein in die Passionsgeschichte Jesu, der wir auch in unserer 40-Tage-Aktion zum Markusevangelium begegnen werden. Hier ist das letzte Wort Jesu, wie es uns im Johannesevangelium überliefert wird: „Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: 'Es ist vollbracht!', neigte sein Haupt und verschied.“ (Johannes 19,30)
Und nun fragen wir uns: Was hat Jesus denn vollbracht? Was will er (uns) mit diesen Worten sagen? Hat er sein Leben erfolgreich zu Ende gebracht? Schwierig zu sagen bei einem, der am Kreuz hängt. Oder meint er: Ich habe es geschafft – das mit den Sünden der Welt. Meint Jesus das in seinen letzten Worten? Oder meint er vielleicht einfach: Jetzt komme ich (endlich) heim zu meinem Vater? Seit vielen, vielen

Jahren streiten sich die Gelehrten über diese Fragen und die Bedeutung des Ausspruches Jesu am Kreuz. Und ich persönlich merke in aller Diskussion – das Ereignis am Kreuz bleibt ein Mysterium. Es ist schwer die Liebe Gottes in seinem Sohn Jesus in Worte zu fassen und mit dem Kreuzestod zu verbinden, und wir werden vielleicht auch nie endgültig verstehen, was dort auf Golgatha passierte. Doch ich erfahre die Folgen: Gott macht am Kreuz den Weg für uns Menschen zu sich frei. Der Vorhang zerreißt (Matthäus 27), alles, was zwischen Gott und uns gestanden hat, wird durch Jesu Gang ans Kreuz ein für allemal beseitigt.
„Es ist vollbracht!“ - nehmen wir Jesus beim Wort. Wenn Jesus es vollbracht hat, dann heißt das doch: Ich muss es nicht mehr vollbringen. Und ersetze doch einmal das Wörtchen „es“ mit all den Dingen, die Du vollbringen möchtest. Kannst Du Dir das vorstellen? Alles, was Du vollbringen möchtest, alles, was Dich unter Druck setzt, was Dir Angst macht, was Du denkst, vollbringen zu müssen – von alldem sagt Jesus: „Es ist vollbracht!“ Und ich nehme mich selbst da gar nicht heraus, denn ich kenne selbst diese Gedanken: Du musst dies oder das noch schaffen, das ist doch ein Klacks, du musst besser für deine Familie da sein und natürlich für die Gemeinde, und diese Anfrage und das und jenes...und dann noch die Welt retten, und und und...
Nehmen wir den Satz von Jesus ernst, stellt er uns und unser menschliches Wertesystem auf den Kopf: Du musst nichts schaffen. Weil alles, was in das Leben eines Menschen Heil bringt, von Jesus schon vollbracht wurde. Jesus sagt Dir: Was glaubst Du, was Du vollbringen musst, um glücklich und zufrieden leben zu können? Es ist doch vollbracht. Komm, ich zeige Dir, wie man das Leben bewältigt. Gott hat für Dich den Sinn Deines Lebens – und schaue auf mich, sagt Jesus, in mir findest Du Deine Quelle des Lebens und alle Voraussetzungen für das Glücklichsein. Und in meiner Liebe kannst Du akzeptieren, dass Du nicht alle Geschichten gut zu Ende bringen wirst.
„Es ist vollbracht!“, lass diesen Satz einmal wie Medizin in Dein Leben fließen. Welch eine Erleichterung. Jesus schenkt Dir alles und macht Dich frei von Last und Schuld, frei von „ich muss aber...“. Wer seine Last des Lebens an Jesus am Kreuz abgeben kann, der erlebt Auferstehung, das ist das Geheimnis von Kreuz und Auferstehung.
„Es ist vollbracht!“ Nimm Jesus beim Wort und erlebe nicht nur eine Auferstehung am Ostermorgen, sondern täglich neue Auferstehungen in Deinen Beziehungen, bei Deiner Arbeit, in Deinem Glauben, in Deiner Hoffnung und Deiner Geborgenheit.

Gott segne Dich. Dein Pastor Sebastian D. Lübben

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