Rückblick - Ein Jahr Corona 2020 - 2021

Liebe Gemeinde,

ein Jahr Corona  -  für jeden von uns persönlich, aber auch für unsere Neuschooer Gemeinde. Pastorin Krohn-Blaschke hat am letzten Sonntag im Gottesdienst darüber berichtet. Zu diesem Thema möchte auch ich als Laienmitglied gern das ein oder andere aus unserer Gemeinde weitergeben.

image015Als feststand, dass schon am 15. März 2020 kein Präsenzgottesdienst mehr würde stattfinden können, war Neuschoo bereits an diesem ersten Sonntag nach Ausbruch von Corona eine der ersten Gemeinden, die dank der schon damals vorhandenen Technik den Gottesdienst gestreamt hat und seitdem haben wir dies, abgesehen von wenigen Ausnahmen, beibehalten. Wir haben uns von Anfang an seitens der Leitung und des Vorstandes viele Gedanken gemacht, um zumindest ein wenig Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit zu erhalten. Die übertragenen Gottesdienste tragen dazu bei.

Ein kleiner Kreis, mehr darf es während der Pandemie ja nicht sein, bereitet die Gemeindebriefe vor, plant, druckt, knickt und verteilt sie, genauso wie auf CD aufgenommene Gottesdienste oder die Zeitschrift „unterwegs“. Neben anderen Aktionen wurden zu Weihnachten wieder Karten geschrieben, die Vorstandsmitglieder haben unsere älteren Geschwister angerufen und der Hauskreis Next Step hat mit einigen Kindern ein wunderbares und vielbeachtetes Krippenspiel gefilmt und im Gottesdienst übertragen. Unsere Pastorin hat im Advent und in der Passionszeit Andachten per Smartphone an alle Interessierten versandt und außerdem allen Kirchengliedern, Angehörigen und Freunden einen Neujahrsgruß geschickt.

image016Obwohl oft nicht sichtbar, werden nach wie vor viele Arbeiten getan. Ich denke an die Pflege von Kirche, Haus und Garten. Draußen und drinnen wird geputzt und gewerkelt, damit alles in Schuss bleibt. Gerade am vergangenen Samstag war der Termin für den Garteneinsatz. Die Techniker stehen am Sonntag und in der Woche bereit, wenn einzelne Gruppen Lieder singen oder spielen und diese dann aufgenommen werden, damit am Sonntag alle Hygieneregeln eingehalten werden können. Als zeitweilig Präsenzgottesdienste möglich waren, standen Tür- und Begrüßungsdienst bereit und es wurden und werden Blumen für den Altartisch gebracht. Viele Einsatzkräfte - aber meistens allein oder mit viel Abstand und Masken.

image017Uns fehlt vor allem die Gemeinschaft. Gemeinschaft im Gottesdienst, Gemeinschaft beim Singen und Spielen, beim Teetrinken, in den Gruppen und Hauskreisen. Uns fehlen Umarmungen und Gespräche - im Vorraum, auf dem Parkplatz, mit anderen Müttern und Vätern, wenn Kinder in die Sonntagsschule gebracht werden. Mir persönlich ist klargeworden, ich habe manche unserer Kleinsten noch gar nicht oder vielleicht nur einmal gesehen. Ich kenne Jule, Luna, Enno, Beek, Aaron, Leevke und Leeke noch gar nicht oder kaum. Und dabei bin ich immer sehr dankbar und auch dafür bekannt, dass ich diese kleinen Menschlein gerne mal im Arm halte. Alles nicht möglich wegen Corona.

image018Nun aber kommen Impfungen und Schnelltests näher. Ich wünsche uns, dass wir dadurch bald wieder näher zusammenrücken können. Die Inzidenzzahl zumindest im Landkreis Wittmund ist auf einem relativ niedrigen Stand und gibt uns die Hoffnung, dass sich bald wieder mehr Menschen treffen dürfen, und vielleicht dürfen wir dann auch im Gottesdienst kräftig und von Herzen singen. Gerade das ist mir in Gesprächen oft gesagt worden, dass Besuche in der Kirche nicht befriedigend sind, wenn man nicht singen darf. Auch deshalb denken wir darüber nach, sobald wie möglich Freiluftgottesdienste anzubieten. Platz dafür ist reichlich da und von der Technik, die wir erheblich erneuert und verbessert haben, ist dies auch möglich. Also packt noch nicht alle warmen Hosen und Jacken in den Schrank, möglicherweise braucht ihr sie noch.

image019Ich möchte insbesondere Gott, unserem Vater, danken, dass er seine schützende Hand während des vergangenen Jahres über uns gehalten hat und bis heute über uns hält. Wir dürfen dankbar sein dafür, dass am Anfang der Pandemie junge Leute aus unserer Gemeinde von ihren Auslandsreisen zurückkehren konnten. Wir dürfen dankbar sein, dass wir weitgehend von Covid-Infektionen und Quarantänezeiten verschont geblieben sind. Und wir dürfen dankbar sein dafür, dass wir die Zeit im Großen und Ganzen wirtschaftlich einigermaßen gut überstanden haben und dass trotz allem auch unsere Gemeinde viel Unterstützung erfahren hat. 

Mit diesem Gemeindebrief haben wir euch eine Osterüberraschung überreicht – eine Ostertüte. Sie enthält Nachdenkliches, Andacht und Kreuz für Karfreitag, und Befreiendes, Andacht, Osterlicht, Osterei und Süßigkeiten für Ostern. Mit diesem kleinen Geschenk möchten wir unsere Verbundenheit zu euch allen und untereinander ausdrücken. Auch wenn wir uns nicht sehen, denken wir an euch alle. Insbesondere Kreuz und Osterlicht erinnern uns an die Kreuzigung und Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Und ich wünsche mir, dass ihr am Ostermorgen das Licht anzündet, euch freut und laut ausruft, wie wir es sonst zusammen in den Ostergottesdiensten getan haben: Jesus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!

Ich danke allen, die sich in der Coronazeit für andere Menschen und für unsere EmK in Neuschoo durch vielfältige Maßnahmen eingesetzt haben und wünsche euch von ganzem Herzen alles Gute, einen nachdenklichen Karfreitag und frohe Ostertage. Passt weiterhin gut auf euch auf und bleibt gesund, damit wir uns bald in unserer Kirche und auch außerhalb wiedersehen können. Gottes Segen möge euch alle begleiten!

Herzliche Grüße
Gertrud Taaken

Kontakt

EmK Neuschoo
Bärbel Krohn-Blaschke
Franz-Klüsner-Weg 7
26487 Neuschoo

Telefon: 04975 504
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