Corona

image004Wer mag dieses Wort noch hören? Immer wieder neue Nachrichten, immer wieder die Hoffnung auf Lockerungen, dann wieder neue Erkrankungen. Viele stehen vielleicht wie ich unter der Spannung, ob sie sich irgendwo angesteckt haben und nun dadurch für andere zur Gefahr werden. Zu gerne hätte ich in den letzten Wochen einige Besuche gemacht. Aber die Regelungen untersagten dies!
So verging ein 90. Geburtstag, ohne dass ich mich gemeldet hätte, weil ich hoffte, schon bald den Besuch nachholen zu können. Als sich zeigte, dass diese Corona-Zeit doch noch nicht so schnell beendet sein würde, schrieb ich zumindest. Aber befriedigend ist das nicht.

Neugeborene Kinder und ihre Eltern können nicht einmal von engsten Angehörigen besucht werden. Besondere Gottesdienste haben wir nicht gefeiert, wie am 15.03. Kinder helfen Kindern oder am 24.05. die Einsegnung. Karfreitag und Ostern feierten wir wie alle Gottesdienste seit dem 15.03. als Livestream-Gottesdienst, Karfreitag sogar mit dem Angebot, das Abendmahl gemeinsam zu feiern.
Die ganzen Gruppen konnten sich nicht treffen, die NJK fand nicht statt, weshalb Rainer Havemann und Nantje Kahmann ihren gemeinsamen Gottesdienst zu einem späteren Zeitpunkt mit der Gemeinde feiern werden. Der Arbeitseinsatz fand nicht statt, auch nicht zum verschobenen Termin.

image005Der Hauskreis Mittendrin konnte seine Freizeit nicht gemeinsam erleben. Und dennoch! Wir erleben auch viel Schönes in dieser Zeit! Wir sind froh und dankbar, dass Thorsten Lübben uns gleich vom 15. März an ermöglicht, über das Internet zum Gottesdienst verbunden zu sein. Seit Ostern bereiten immer wieder Mitarbeiterinnen aus der Sonntagsschule einen Kinderteil für den Gottesdienst vor. Lektorinnen und Lektoren sind wieder in die Gottesdienstgestaltung eingestiegen, immer mal wieder ist auch jemand aus der Blumendienstliste bereit, die Blumen zu bringen, obwohl nur wenige sie live sehen. Aber sie kommen ja auch in der Übertragung zur Geltung!
Wie ist es Euch/ wie ist es mir ergangen in den zurückliegenden Wochen seit dem 13. März?

Mir selbst ist die Zeit schwergefallen. Und es ist noch immer so. Sich nicht frei bewegen zu können, weil der kleinste Huster besorgt sein lässt, ob man Träger des Virus ist. Immer aufpassen, dass man sich regelkonform verhält. Wenn ich sonntags predige, predige ich meist auch mir selbst. Ich hoffe und erlebe, in Gottes Wort tröstende Gedanken zu finden, dass ER mich und andere durch diese Zeit trägt. Ich hoffe und erlebe, dass Jesus spürbar seine Liebe ausgießt und Menschen IHN erleben können. Ich hoffe und erlebe, dass Menschen erkennen, wie Gott in dieser Zeit an ihnen wirkt und sich alle Dinge zum Besten entwickeln. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder zu einem „normalen“ Gottesdienst mit Gesang und Posaunen, vielen Beteiligten und vor allem der anschließenden Teetafel!