Angedacht - Oktober/November 2021

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Liebe Leserin, lieber Leser,

„ist es wirklich schon so spät?“, so wurde am Ende der Sendungen „Der rosarote Panther“ in meiner Kindheit gesungen. So ungefähr fühle ich mich beim Schreiben dieser Worte: ist schon wieder Herbst? Geht es schon wieder auf Weihnachten zu? Wenn ich im Kalender lese, dass die Packtage für Weihnachten im Schuhkarton veröffentlicht werden, ist das Jahr doch schon deutlich fortgeschritten!

Und was nehmen wir mit aus diesem Jahr? Welche Begegnungen haben uns bewegt? Welche Erlebnisse möchten wir nicht missen? Und was hätten wir uns gerne erspart?

Ich (und nicht nur ich) werde mich wohl noch lange an die Einsegnung Anfang September erinnern, zu der mir bei all den Komplikationen geschenkt wurde, in der Predigt zu jedem Vers der Jugendlichen ein Lied im Kopf zu haben.

Verse aus der Bibel – und dann womöglich noch vertont – sie wollen uns begleiten und Stärkung und Wegzehrung sein! So habe ich es versucht, den Jugendlichen mit auf den Weg zu geben.

Für Oktober ist als Monatsspruch von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen ein Vers aus dem Hebräerbrief ausgesucht worden: Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken. (Hebräer 10, 24) Wenn es dieses eine ist, das wir aus der Coronazeit mitnehmen, dann auf jeden Fall dieses, dass wir aufeinander achtgeben. Wir achten auf Abstände beim Einkaufen, beim Kommen, Sitzen und Gehen beim Gottesdienst, wir versuchen, alle Gemeindeglieder im Blick zu haben, besonders die, die sonst immer im Gottesdienst waren und nun wegbleiben (aus verschiedenen Gründen). Aber diese Monate haben es so schwer gemacht, wirklich aufeinander achtzuhaben!

Auf Distanz lässt sich nicht Gemeinschaft leben. Der Heilige Geist wird zwar nicht durch das Internet gehindert, und ich habe erstaunliche Erfahrungen gemacht. Aber wenn die intensive Gemeinschaft per Zoom dann beendet war, war es um so bedrückender, allein am Tisch zu sitzen, an dem man gerade noch quasi die Gesprächs- und Gebetspartner mit-sitzen hatte!

Die Mahnung aus dem Hebräerbrief entstammt einem Zusammenhang, in dem der Autor den Menschen in den Gemeinden dringend ans Herz legt, sich so zu verhalten, wie er es beschreibt. Er sieht, wie sich die Zeit verändert und um wie viel mehr der Zusammenhalt in der Gemeinde nötig ist.

Von unserer Zeit heute konnte er nichts ahnen. Aber je länger uns der Sars-Cov2-Virus in unserem Leben beschränkt und einengt, desto wichtiger wird es, an dem festzuhalten, das uns im Leben Hoffnung gibt: der Glaube an den himmlischen Vater, der uns als seine geliebten Kinder zu sich ruft, das Vertrauen in Jesus Christus, der unser Herr und Bruder sein will und die Zuversicht, dass der Heilige Geist uns ein Tröster und Helfer ist in jeder Situation unseres Lebens.

Das war auch das Ziel dieser Worte im Hebräerbrief: einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken. Und das geht eben nur, wenn wir aufeinander achthaben, uns gegenseitig stützen, uns an die Liebe unseres Vaters erinnern, gemeinsam beten, um zu erleben, welchen Trost der Heilige Geist in unsere Herzen hineingibt.

Wenn wir so miteinander umgehen, wird die Liebe Gottes in uns wachsen, werden wir selbst getroster werden, und wir werden neue Kräfte bekommen, um anderen durch gute Werke die Liebe Gottes weitergeben zu können.

Eins dieser guten Werke sind sicherlich die vielen Pakete, die für Weihnachten im Schuhkarton gepackt werden. Aber wir können uns die Augen öffnen lassen, wo Gottes Liebe auch an anderer Stelle fehlt, und wir sie durch Werke der Liebe lebendig werden lassen können!

Auch der Monatsspruch für November hat diese Ausrichtung. Hier liegt der Tenor aber schon mehr auf dem Warten auf Christus, wie wir es in der Adventszeit erleben werden. (Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus.- 2. Thessalonicher 3,5) So wünsche ich uns Herzen, die auf die Liebe Gottes ausgerichtet sind und so auf andere achthaben können und einen Blick für die guten Werke, die wir tun können, um Gottes Liebe auszubreiten, gerade weil unsere Herzen ausgerichtet sind auf das Warten auf Christus!

Herzliche Grüße

Bärbel Krohn-Blaschke

 

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