Impuls Februar/März 2019

Liebe Leserinnen und Leser des Gemeindebriefs,

beim ersten Hinsehen und Hinhören ein merkwürdiges Wort. Es klingt nach Vertrösten. Den Leiden dieser Zeit steht die Herrlichkeit in Gottes Zeit entgegen.

Woran leidet unsere Zeit? Am zunehmenden Egoismus, in dem jede und jeder nur sich selbst und den eigenen Vorteil sieht? An ungerechten Strukturen in der Welt, durch die die armen Länder keine Chance auf eine gute Entwicklung finden? An mangelnder Bereitschaft zum Frieden, dem die Interessen der Mächtigen entgegenstehen? An unmäßigem Reichtum und tiefster Armut, denn beides zerstört die Gemeinschaft aller Menschen?

Und natürlich sehen wir das Leiden, das Menschen ganz persönlich befällt: Abschiede von lieben Menschen, Krankheiten und Lebenskrisen.

Nein, wir wollen nicht leiden. Wir wollen uns auch nicht mit dem Leid anderer befassen.

Unsere Sehnsucht ist, dass wir Glück, Erfolg oder wenn wir es vom Glauben her sehen Segen erleben wollen. Warum auch nicht. Das ist doch ein berechtigter Wunsch.

Wir sollten die Leiderfahrungen von Menschen, gleich ob sie uns nun sehr persönlich betreffen oder ob sie die Welt und die Menschheit betreffen, nicht klein reden. Doch, das Leiden fällt ins Gewicht, wenn wir davon betroffen sind. Und wir dürfen nicht vertrösten auf ein Jenseits, in dem alles Leiden überwunden ist. Wo wir gegen das Leiden angehen können, wo wir Veränderung schaffen können, wo wir Leiden lindern können, müssen wir uns einsetzen.

Paulus bringt dennoch einen wichtigen Gedanken ein. Es ist der Gedanke der Hoffnung, die uns Christinnen und Christen leitet. Diese Welt mit all ihrer Ungerechtigkeit, mit dem mangelnden Frieden, mit aller Leiderfahrung ist nicht das Ende. Es kommt mehr. Paulus nennt das „Herrlichkeit“. Sie bricht an, wenn Gottes neue Welt kommt. Sie wird uns geschenkt in Gottes Ewigkeit. Gott verbindet die Botschaft der Hoffnung auf seine neue Welt mit Christus. Darum ist, so sagt Jesus es, das Reich Gottes auch schon mitten unter uns. Die Herrschaft Gottes ist angebrochen mit dem Kommen von Jesus, mit seiner Botschaft der Versöhnung, mit seinem Tod am Kreuz und seiner Auferstehung. Und die Herrschaft Gottes wird vollendet am Ende aller Zeit.

Dieses Leben ist uns von Gott anvertraut. Darum ist es wichtig und wertvoll. Die Botschaft der Hoffnung dürfen wir uns zusagen lassen. Sie nimmt uns hinein in Gottes Herrlichkeit.

Der Blick in den Zusammenhang des Bibelwortes lohnt. Die ganze Schöpfung und mit ihr die Menschheit sehnt sich nach Erlösung. Nach Heilwerden. Nach Rückkehr zu paradiesischen Zuständen. Dieses Heil können Menschen nicht geben. Gott schenkt es mit Christus. Am Ende dieses Kapitels bündelt Paulus darum seine Botschaft.  Nichts und niemand kann uns von Gottes Liebe trennen. Und Gottes Liebe wird in Christus sichtbar.

Pastor i.R.
Andreas Fellenberg

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Aus dem Gemeindeleben

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