Angedacht - Oktober/November

Liebe Leserin, lieber Leser,

eigentlich ist es ziemlich heikel, über Geld zu reden. Aber einer der ersten Witze, der mir von einem Methodisten erzählt worden ist, hatte mit Geld zu tun. So habe ich gelernt, dass es bei den Methodisten sehr wohl üblich ist, davon zu sprechen, dass die Gemeinde von Spenden lebt und die ganze Kirche für die Personal- und andere Kosten eine Umlage von jeder Gemeinde erbittet. So weiß man von John Wesley, dass er seinen Gemeindegliedern empfahl, „so viel wie nötig zu sparen“ und „so viel wie möglich zu geben“. Die Worte „nötig“ und „möglich“ machen deutlich, dass John Wesley dabei nicht das eigene Beurteilen meinte, sondern dass er selbstverständlich voraussetzte, dass die Gemeindeglieder Jesus fragen, wie sie ihr Geld einsetzen sollten.

Im Buch Tobit, einem späten Buch, weshalb es zu den Apokryphen gezählt wird, finden wir als Monatsspruch für Oktober einen Vers mit ähnlichem Inhalt: Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen schöpfend – gib davon Almosen! Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben! (Tobit 4,8) Hier spricht Tobit zu seinem Sohn Tobias.
Wie leicht fällt es uns, von dem, was wir haben, zu geben? Fällt uns zunächst ein, wofür wir unser Geld lieber selber verwenden wollen? – Hausbau, sparen, Kinder, neues Auto, Urlaub? Meine Erfahrung ist folgende: Jedes Mal, wenn ich um eine besondere Gabe gebeten werde und manchmal sogar widerwillig und zögernd gegeben habe, füllt Gott mir wieder die Hände. Das ist eine wirklich er staunliche Beobachtung, die ich von manchen Christen höre: Wenn sie geben, wie sie gerade die Ahnung haben, dass Gott es ihnen sagt, erfahren sie, dass ER ihnen auch wieder die Hände füllt.

Ich hatte einmal das Versprechen gegeben, bei einer Jugendveranstaltung einen Betrag zu geben. Im nächsten Moment erinnerte ich mich an das Laptop, das ich eigentlich dringend brauchte. Aber gesagt ist gesagt. Am folgenden Sonntag kam ein Gemeindeglied mit einem Umschlag auf mich zu und sagte, er habe schon vor 10 Tagen nachts den Eindruck gehabt, er solle mir einen bestimmten Betrag geben. – Es war genau der Betrag, den ich zugesagt hatte! Und er selber berichtete mir eine Zeit später, dass er bei einer Reparatur, die an seinem Wagen fällig wurde ein paar Tage später, nichts bezahlen musste, weil der Mechaniker sagte, er hätte schon so viel Hilfe von diesem Mann bekommen, diese Reparatur sei gratis.
Auch von Wenigem sich von Gott zeigen lassen, was wir einem anderen geben können, ist eine große Herausforderung! Und dennoch lädt uns Gott dazu ein, auf ihn zu hören und nach seinem Wunsch von dem zu geben, was ER uns anvertraut hat.

Denn letztendlich ist eben doch Alles, was wir haben, hergekommen von Gott. So singen wir es ja auch in dem Erntedanklied „Wir pflügen und wir streuen“. Meinen wir es ernst, wenn wir dies singen? Können wir Gott in all dem sehen, was wir haben? Oder sehen wir mehr unsere eigene Schufterei, der wir zu verdanken haben, was wir haben? Es ist Beides! Dankbar gegenüber Gott und aus dieser Dankbarkeit zu geben – das führt uns zu einem erfüllten Leben, weil wir erleben, dass wir immer genug haben.

Herzliche Grüße
Bärbel Krohn-Blaschke

Besuche

Neuschoo ist eine große und lebendige Gemeinde. Da wird es schwer sein, gleich im ersten Monat alle einmal besucht zu haben. Ich will aber versuchen, z. B. Geburtstage zum Anlass zu nehmen, sich kennenzulernen. So lerne ich manchmal ja auch gleich noch andere Familienmitglieder kennen. Es kann aber auch sein, dass schon vor dem nächsten Geburtstag ein Besuch wünschenswert wäre. Sprecht in diesem Fall mich unbedingt gerne an, oder lasst es über Gertrud oder andere Vor-standsmitglieder ausrichten! Lieber ist es mir, dass der Wunsch deutlich ausgesprochen wird als dass ich von nichts weiß und liebe Geschwister vergeblich warten. Habt den Mut, Euren Wunsch nach Besuch zu sagen. So können wir manchen Frust vermeiden! Ich freue mich auf die Begegnungen!

Herzlich Willkommen Bärbel Krohn-Blaschke

Ein herzliches Willkommen unserer neuen Pastorin Bärbel Krohn-Blaschke

Auch dies eine sehr gute Entscheidung des Bischofs und des Kabinetts: Pastorin Bärbel Krohn-Blaschke hat für die Zeit ab 1. September 2019 eine Dienstzuweisung für den Bezirk Neuschoo-Aurich erhalten. Damit wird nach einer 14-monatigen Vakanzzeit die Pastorenstelle wieder besetzt. Darauf freuen wir uns sehr. Superintendentin Irene Kraft wird Bärbel Krohn-Blaschke am Sonntag, 1. September 2019, 14.30 Uhr, mit einem feierlichen Gottesdienst in ihre neue Stelle einführen. Hierzu sind Gemeinde, Familie, Freunde und Bekannte, Nachbarschaft und auch kirchliche und politische Vertreter herzlich eingeladen. Verschiedene Gruppen und Chöre werden in diesem Gottesdienst mitwirken. Im Anschluss wird es in den Gemeinderäumen Tee und Kuchen geben. Hier werden auch Grußworte von Vertretern aus Kirche und Politik erwartet. Wir wünschen Pastorin Bärbel Krohn-Blaschke für ihren Dienst in Neuschoo-Aurich Gottes reichen Segen.

Kontakt

EmK Neuschoo
Bärbel Krohn-Blaschke
Franz-Klüsner-Weg 7
26487 Neuschoo

Telefon: 04975 504
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