mapOrt
Neuschoo
mapNächste Veranstaltung
10:00 Uhr Gottesdienst

Liebe Leserin, lieber Leser,
vor ein paar Tagen machte ich morgens um die Zeit des Sonnenaufgangs einen Spaziergang und war begeistert, was ich alles zu sehen bekam. In einem winzigen Unterholz stand ein junger Rehbock starr und beobachtete mich. Obwohl wir ganz in der Nähe vieler Häuser waren, hatte er anscheinend gelernt, dass ihm keine Gefahr drohte, wenn er still stehen blieb. Nur seinen Kopf drehte er mir hinterher. Auf der nächsten Wiese beanspruchte ein Fasan die Aufmerksamkeit. Und als ich an die Haaren kam, bemerkte ich voller Begeisterung, dass sie mal wieder „Flut“ hatte. Sie floss von Oldenburg weg, statt in Richtung Hunte. Als ich etwas später ein Stück an ihr entlang gegangen war, floss sie wieder in die richtige Richtung. Ich war gerade zur Zeit des Hochwassers dort gewesen, so dass die Tide genau in dieser Zeit wechselte. Ich war begeistert, was ich alles zu sehen bekommen hatte an diesem Morgen!

Die wechselnde Fließrichtung ließ mich an meinen Vater denken, der früher davon gesprochen hatte, dass dieses Phänomen eigentlich mit dem Bau des Huntesperrwerks in Elsfleth beendet sei. Aber anscheinend war an diesem Morgen das Sperrwerk offen, so dass das auflaufende Wasser zu sehen war. Ich sah etwas und wurde dadurch in meinen Gedanken bewegt.
Wer das liest, sagt vielleicht „Das kann doch gar nicht sein! Dass man bis weit nach Oldenburg hoch auflaufendes und ablaufendes Wasser sieht!“ Aber ich habe es gesehen und mich daran gefreut.
So ähnlich mag es den Jüngern nach der Auferstehung Jesu gegangen sein. Sie hörten etwas, das nun überhaupt nicht möglich ist. Sie wussten definitiv, dass Jesus gestorben war. Und nun sollte er auferstanden sein?
Auferstehung gab es als Vorstellung im Judentum, aber immer nur bezogen auf die allerletzten Tage der Erde, wenn das Endgericht kommen würde.
Und nun sollte das Unglaubliche schon früher eingetreten sein?
Thomas hatte so etwas von den anderen gehört, aber er konnte es nicht glauben. So wurde ihm die Gnade zuteil, dass Jesus sich ihm als Auferstandener zeigte und ihn sogar aufforderte, ihn zu berühren, um es glauben zu können.
Und so konnte Thomas es glauben.
Aber Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! (Johannes 20, 29)
Diese Herausforderung haben wir heute, dass wir an Jesus und seine Auferstehung glauben, ohne ihn wirklich gesehen zu haben.
Die Ostertage geben uns dafür Gelegenheit, dieses Unglaubliche neu zu glauben, zu glauben, dass ein Mensch, der tot war, wieder unter den Lebenden gewesen ist. Unglaubliches muss man eigentlich selbst gesehen haben, vielleicht ein bisschen so wie die aufwärts fließende Haaren. Und Stück für Stück können wir auch im Leben spüren, dass Jesu Auferstehung in unse-rem Alltag Wirklichkeit wird, weil Unerwartetes unser Leben wieder heller macht, eine tot geglaubte Freundschaft wieder auflebt, Schmerzen, die das Leben beschwert haben, nachlassen.
Neue Hoffnung im Alltag lässt uns das Leben heller sehen, so dass wir glauben können, Jesu Tod und Auferstehung wirkt in unserer Zeit wie durch die Jahrtausende hindurch.

Herzlich grüßt
Bärbel Krohn-Blaschke

Etwas nicht gefunden?

Pastorin auf dem Bezirk

Pastorin Bärbel Krohn-Blaschke
Bärbel Krohn-Blaschke

Gottesdienstzeiten

Sonntags - 10:00 bis 11:00 Uhr

Während der Gottesdienste findet ein Kindergottesdienst mit Kleinkindbetreuung in den Gemeinderäumen statt.